Totalitäre Staaten – Beispiel: Iran

Nach Hannah Arendt, besteht der Kern des totalitären Systems nicht darin, dass Menschen ihren Willen zur Freiheit verlieren oder darin eingeschränkt werden, sondern dass sie so viel Terror und Gewalt erleben müssen, dass sie keinen Raum mehr haben frei zu handeln.

Für Sie sind nur der Nationalismus und der Stalinismus totalitäre Herrschaftsstrukturen gewesen, alles andere nennt sie Diktatur.
In diesen Diktaturen werden Menschen in ihrer Freiheit stark eingeschränkt, beim Totalitarismus allerdings, verlieren die Menschen ihre Freiheit komplett, da der Staat versucht sie alle gleichzuschalten.

Der Totalitarismus ist eine diktatorische Staatsgewalt, die anders als andere Diktaturen nicht nur versucht den Menschen zu kontrollieren, sondern versucht ihn und sein Sozialleben zu verändern. Das Ziel des Totalitarismus ist es, einen neuen Menschen, nach der Ideologie des Staates zu formen und außerdem zu erreichen, dass jene Menschen aktiv an diesem Streben nach dieser Ideologie mitwirken. Diejenigen die sich widersetzten, werden gefoltert oder getötet.

Iran

Die Staatsgewalt im Iran geht seit 1979 nicht mehr vom Volk aus, sondern ist religiös geprägt. Es existiert ein Führer, der die uneingeschränkte Macht über alle politische Vorgehen hat. Dieser Führer wird auf Persisch „Rahbar“ genannt, ihm sind die Judikative, Legislative sowie die Exekutive, also alle staatlichen Gewalten, unterlegen.
Religiöse Minderheiten werden im Iran oft benachteiligt und diskriminiert, wodurch die Anzahl von Juden, Christen usw. im Iran stark gesunken ist. Aufstände, in denen gegen Ungerechtigkeiten protestiert wird, werden mit Hilfe des Militärs niedergeschlagen, andere Meinungen unterdrückt.
Die Reaktion auf den Protest der Menschen ist Folter, Mord und Verfolgung. Dies wird vor allem von der islamischen „Bassidschi-Miliz“ angeführt.
Doch es werden nicht nur religiöse Minderheiten unterdrückt, sondern auch Journalisten, Blogge etc.
Redefreiheit oder Meinungsfreiheit existiert nicht und jeder Versuch dagegen vorzugehen, wird von der Regierung unterdrückt.

Die Frauen im Iran haben keine im Gesetz feststehenden Rechte. Sie dürfen bestimmte Berufe nicht ausüben und sind auch in der Familie den Männern untergeordnet. Diese dürfen ihre Frauen schlagen wenn sie ungehorsam waren, oder sie sexuell belästigen, was nicht als Straftat gilt. Außerdem gibt es eine strenge Kleiderordnung für Frauen, welche eine Verschleierung vorgibt.

Eine weitere diskriminierte Gruppe im Iran, sind homosexuelle Paare. Auf Homosexualität und auf zur Schaustellung derer in der Öffentlichkeit, steht die Todesstrafe. Dies ist im Gesetz festgelegt.

Alles in allem ist der Iran, laut Hannah Arendt, kein totalitärer Staat, allerdings leidet er eindeutig unter der bestehenden Diktatur, da viele Menschenrechte außer Acht gelassen werden und keinerlei Meinungsfreiheit besteht.

Paula, Q2

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